Analogkäse - Was ist eigentlich Analogkäse?

Analogkäse – was ist das eigentlich?

Analogkäse ist ein Käseimitat, das mit Käse wirklich nichts mehr zu tun hat. Täuschend echt kommt er zum Beispiel als geriebener „Pizza-Mix oder „Gratin-Mix“ in unsere Supermarktregale. Die Täuschung der Verbraucher ist mittlerweile weniger einfach, weil dieses Produkt nicht mehr als „Käse“ bezeichnet werden darf.  Aber kreative Umschreibungen wie „Pizza-Mix“  eignen sich natürlich bestens, um Verbrauchern eine gewisse Qualität zu suggerieren. Nur Milch – der Rohstoff, der die Basis für jeden echten Käse bildet – sucht man bei Analogkäse vergeblich oder findet man nur zu einem geringen Anteil auf der Zutatenliste.

Woraus besteht Analogkäse?

Die Milch wird bei Analogkäse im Wesentlichen vollständig oder zu einem gewissen Anteil durch deutlich günstigeres Pflanzenfett oder weniger oft durch tierisches Fett wie zum Beispiel Rindertalg ersetzt. Dabei ist anzunehmen, dass dieses pflanzliche Fett nicht aus hochwertigen Ölen, sondern aus billigen, gehärteten pflanzlichen Fetten ist. Ist die Milch vollständig durch pflanzliche Fett ersetzt, spricht man auch von Veganerkäse.

Um die optische Nähe zu bekannten und beliebten Käsesorten wie zum Beispiel Parmesan oder Emmentaler herzustellen, werden den Käseimitaten weitere Zusatzstoffe wie Aroma- und Farbstoffe und Geschmacksverstärker zugesetzt. Analogkäse ist also billiges Pflanzenfett mit Käsearoma. Schätzungsweise 40% günstiger ist der Analogkäse in der Herstellung.

Wie wird Analogkäse hergestellt?

Analogkäse hat keine Reifezeit: Es wird einfach pflanzliches oder tierisches Fett erwärmt, vermischt mit einer Trockenmischung mit Milcheiweiß, Wasser sowie den Zusatzstoffen und Emulgatoren und fertig ist der Kunstkäse.

Wie kann ich Analogkäse erkennen? So vermeiden Sie den Kauf von Analogkäse!

Ein einfacher Blick auf die Zutatenliste mit Bezeichnungen wie zum Beispiel „geriebener Pizza-Mix aus 80%  Pflanzenfett und 20% Käse“ verrät also ein Analogkäse-Produkt. Darüber hinaus sollten Sie hellhörig werden, wenn das Wort „Käse“ überhaupt nicht auf der Zutatenliste auftaucht oder Zutaten wie Pflanzenfett, Milcheiweiß und Geschmacksverstärker zu finden sind.  So kann jeder einfach selbst entscheiden, ob er dieses oder lieber doch ein echtes Käseprodukt aus 100% Milch kaufen möchte.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (8 votes, average: 3,75 out of 5)
Loading...
Diese Artikel könnten Ihnen auch gefallen:
1. Weichkäseherstellung in 10 Schritten
2. Käsetest – feinen Käse bequem online bestellen
3. Mimolette – der Hingucker auf jeder Käseplatte

Melanie Erler

Mel - liebt Käse, Wein und gute Gespräche, fotografiert mit einer Canon EOS 600D, lebt in Hamburg, pfeift auf Kalorien, ist immer auf der Suche nach Lebensmitteln mit außergewöhnlicher Qualität und freut sich über Mails: daskaesewerk@gmail.com. Du findest Mel auch auf Google+ und Facebook

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


  • Das Käsewerk Blog - verliebt in Käse, that's all :-)
Top